Vereinsmeisterschaft_2016_Paarungen
Vereinsmeisterschaft_2016_Tabelle
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Einer guten alten Tradition folgend, haben wir auch in diesem Jahr zu unserem Weihnachtsblitzturnier eingeladen.
Unser Werner erzeugte im spröden Sitzungssaal der Gemeinde Klosterlechfeld mit seiner reichhaltigen Deko und Glühwein- Lebkuchengeruch eine weihnachtliche Stimmung und schaffte somit die richtige Rahmenbedingung für das Turnier.
Aber leider folgten nur 10 Spieler unserer Einladung. Das Los entschied, dass gleich in der ersten Runde die beiden vermeintlichen Favoriten auf den Turniersieg, Anton Kottmair und Alexander King, gegeneinander antreten mussten. Das Spiel endete hartumkämpft remis und die verbleibenden Spiele gegen das restliche Teilnehmerfeld mussten über den Turniersieg entscheiden. Während der Toni weitere Federn mit einem Remis gegen Pavel Poniotowski und einer Niederlage gegen Wolfgang Kölbl lassen musste, blieb der Alex ohne weiteren Punktverlust. Somit konnte er sich am Ende über den Turniersieg und einen Pokal freuen. Der Toni verteidigte seinen 2. Platz mit einem halben Punkt Vorsprung auf seinen Vereinskollegen Wolfgang Kolb und auf unser punktgleiches Neu-Mitglied Pavel.
Alles in allem fand das Turnier bei allen Teilnehmern wieder einmal guten Anklang und wir hoffen, dass im nächsten Jahr mehr Spieerl unserer Einladung folgen:
unglücklich gegen Aichach 3,5 : 4,5 verloren!
Wir hatten die eindeutige Niederlage in der zweiten Runde gegen den Aufstiegsfavoriten Mering gut verkraftet und alle waren guter Dinge, dass wir diese Runde erfolgreicher gestalten können.
Es begann auch sehr vielversprechend, als Wolfgang an Brett 8 in einer klassisch angelegten Partie den Königsflügel seines Gegners im Sturm eroberte und den gegnerischen König „gefangen nahm“. 1:0
An den anderen Brettern war es fast überall ausgeglichen; es konnte noch nicht gesagt werden, wo im Mannschaftsergebnis Caissas Waagschale ausschlagen wird.
Helmut an Brett 7 spielte eine erprobte Abtauschvariante in Aljechin; die Stellung sah remislich nach dem Abtausch der Damen aus, nur war Weiß deutlich besser entwickelt. Daher konnte Weiß mit einem Grundlinienmatt drohen; durch diesen Tempogewinn mit der Mattdrohung verlor Helmut eine Figur. Helmut gab die Partie verloren.
Karsten wählte an Brett 5 eine sehr aggressive Eröffnung mit Schwarz, so dass einem beim Zuschauen Angst werden konnte: sowohl um die gegnerische Stellung als auch um seine Stellung mit der exponierten Dame. Karsten wickele danach günstig ab und dürfte im entstandenen Endspiel mit Schwerfiguren und jeweils schwarzfeldrigem Läufer leicht besser gestanden haben, ohne dass es jedoch eine konkreten Plan gegeben hätte, den optischen Eindruck in einen Sieg ummünzen zu können. Wechselseitig war es ein verdientes Remis.
Jonathan an Brett 4 verlor leider unglücklich. Jonathan spielte die Sizialliansche Eröffnung sehr gediegen und dürfte nach dem Hansschen und Lorenzschen Dafürhalten leicht besser gestanden haben. Der Berichterstatter hat nicht gesehen, wieso dann die Partie verloren ging. Es gilt die alte Regel im Turnierschach, dass man den Ausgang -zum Glück- nicht orakeln kann.
Unser Käpt’n Stefan spielte an Brett 3 „catch me, if you can!“, indem er seine Dame auf dem Königsflügel aktiv einsetzte und zugleich als mögliches Angriffsziel anbot. Hans war, als er Lorenz nach Hause fuhr, in der Nachanalyse der Meinung, dass der frühe Damenausfall in dieser Variante gut war. Der Berichterstatter hat während dem zeitweiligen Hineinschauen in die Partie das ungute Gefühl, wonach es zu viele Angreifer war, die Dame „jagen“ konnten. Nach dem radikalen Aufbrechen der Stellung durch Weiß mit g4, was die Partie im Ergebnis verloren.
Am Spitzenbrett machte es Alexander besser, indem er einen Fide-Meister niederrang. Es war eine feste Bauernkette entstanden, die Alexander für sich vorteilhaft öffnen konnte. Der Berichterstatter hat leider nicht gesehen, wie es zu dem vorteilhaften und gewinnbringenden Abtausch kam. Es war jedenfalls ein großartig herausgespielter Sieg.
Leider machte es Lorenz an Brett 6 nicht so gut wie Alexander. Lorenz konnte in der Eröffnung eine vorteilhafte Stellung erreichen und war nach einem Scheinopfer dem Sieg (scheinbar) sehr nahe. Als Lorenz in der Variantenberechnung den stärksten Fortsetzungszug ausließ, kam es zum Abtausch. In der Computeranalyse wäre auch dieser zweitstärkster Zug gut gewesen, wenn Lorenz in der Abwicklung zunächst den Turm auf f8 getauscht hätte. In der gespielten Partie entstand ein remisliches Endspiel mit jeweils Dame und Springer und Bauern. Zudem konnte sein Gegner aufgrund des Spielzwischenstandes Remis durch Dauerschach herbeiführen.
Der nächste Pechvogel war Hans an Brett 2: Auch Hans ließ in vermeintlich, -vermeintlich hier in Bezug auf die Tatsache, dass man ggf. einen Gewinn am Brett beweisen muss und nicht in einer späteren Analyse,- gewonnener Stellung den besten Fortsetzungszug aus. Das verbliebene Turmendendspiel plus Bauern war erkennbar Remis.
Damit war die unglückliche Niederlage im Mannschaftskampf besiegelt.
| 3. Runde am 13.12.15 | | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SK Klosterlechfeld | DWZ | – | BC Aichach 1917 | DWZ | 3½ – 4½ | ||
| 1 | 1 | King, Alexander | 2012 | – | 1 | Mack, Wolfgang | 2107 | 1 – 0 |
| 2 | 2 | Hornung, Hans, Dr. | 1992 | – | 2 | Federlin, Arnold | 2144 | ½ – ½ |
| 3 | 3 | Winterkamp, Stefan | 1967 | – | 3 | Martin, Michael | 1978 | 0 – 1 |
| 4 | 4 | Kölbl, Jonathan | 1967 | – | 4 | Glaser, Christian | 1957 | 0 – 1 |
| 5 | 5 | Birnbaum, Karsten | 1918 | – | 5 | Lenz, Bernhard | 1948 | ½ – ½ |
| 6 | 6 | Heinrich, Lorenz | 1873 | – | 6 | Probsdorfer, Günther | 1901 | ½ – ½ |
| 7 | 7 | Heinrich, Helmut | 1877 | – | 6 | Probsdorfer, Günther | 1901 | 0 – 1 |
| 8 | 8 | Koelbl, Wolfgang | 1828 | – | 8 | Kaltenegger, Martin | 1832 | 1 – 0 |
| Schnitt: | 1929 | – | Schnitt: | 1971 | ||||
Alle Ergebnisse:
| 3. Runde am 13.12.15 | | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SK Klosterlechfeld | – | BC Aichach 1917 | 3½ – 4½ | ||||
| 2 | SK Marktoberdorf I | – | SC Friedberg | 4 – 4 | ||||
| 3 | SG Augsburg 1873 | – | SF Bad Grönenbach | 5 – 3 | ||||
| 4 | SK Königsbrunn | – | SK Mering | 3½ – 4½ | ||||
Tabelle:
| Rang | Mannschaft | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | MPkt | BPkt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | SK Mering | ** | 4½ | 6 | 5½ | 6 – 0 | 16,0 – 8,0 | ||||
| 2. | SK Königsbrunn | 3½ | ** | 6 | 6 | 4 – 2 | 15,5 – 8,5 | ||||
| 3. | SG Augsburg 1873 | ** | 3½ | 4½ | 5 | 4 – 2 | 13,0 – 11,0 | ||||
| 4. | SK Marktoberdorf I | ** | 4 | 2½ | 5 | 3 – 3 | 11,5 – 12,5 | ||||
| 5. | SC Friedberg | 2 | 4½ | 4 | ** | 3 – 3 | 10,5 – 13,5 | ||||
| 6. | SK Klosterlechfeld | 2 | 5½ | ** | 3½ | 2 – 4 | 11,0 – 13,0 | ||||
| 6. | BC Aichach 1917 | 3½ | 3 | 4½ | ** | 2 – 4 | 11,0 – 13,0 | ||||
| 8. | SF Bad Grönenbach | 2½ | 2 | 3 | ** | 0 – 6 | 7,5 – 16,5 |
AM FREITAG, DEN 18. DEZEMBER 2015 UM 19.30 UHR
IM SITZUNGSSAAL DER GEMEINDE KLOSTERLECHFELD (BAYERNSTR. 1) BEI GEBÄCK, GLÜHWEIN UND BESTER STIMMUNG!!!!!
STARTGELD NUR SCHLAPPE 4,– EURO
DAFÜR BEKOMMT JEDER TEILNEHMER EINEN PREIS UND NATÜRLICH VIEL ZUM KNABBERN!!!
ES GIBT EINEN SCHÖNEN POKAL FÜR DEN SIEGER!!!
AUS PLATZGRÜNDEN IST DAS TURNIER LEIDER
AUF 30 TEILNEHMER BEGRENZT, DESHALB IST EINE VORANMELDUNG ERWÜNSCHT!!!
INFO + ANMELDUNG
WERNER SCHESTAK
TELEFON (08232/8630)
MAIL: WERNER.SCHESTAK@KABELMAIL.DE
Zwischenstand nach Wertungsturnier Oktober
mit zwei Streichresultaten
1. Alexander King 68 – 6 (Wertungspunkte – Turniere)
2. Stefan Winterkamp 54 – 7
3. Manuel Jahn 38 – 5
4. Joshua Nebel 33 – 8
5. Florian Kaspar 29 – 4
6. Andrea Fischer 28 – 3
7. Wolfgang Kölbl 26 – 4
8. David Nebel 24 – 8
9. Karsten Birnbaum 17 – 2
10. Manuel Milling 14 – 2
11. Christian Förster 7 – 1
12. Hans Hornung 6 – 1
13. Karl-Reiner Krämer 4 – 1
Gegen Marktoberdorf 5,5:2,5 gewonnen.
Gegen die starke Mannschaft von Marktoberdorf war ein hochwertiger Wettkampf zu erwarten; mit den Spielern von Marktoberdorf gibt es traditionell „harte“ Kampfpartien.
Wir waren dieses Mal begünstigt, da Marktoberdorf ein Brett freilassen musste. Dies war auch dadurch bedingt, dass nach der neuen Regel dieses Jahr kein Spieler in der gleichen Runde zwei Mal eingesetzt werden kann, so dass Marktoberdorf keinen Ersatz von der zweiten Mannschaft bekommen konnte, da deren zweite Mannschaft gestern gespielt hatte. Jonathan an Brett 4 gewann somit kampflos.
Apropos Regeln: Für Marktoberdorf kam dann noch ein weiteres Pech hinzu: an Brett 8 ging das Handy des Marktoberdorfer Spielers hörbar an, was nach der aktuellen Regelung den sofortigen Verlust der Partie nach sich zieht. Der Berichterstatter ist zwar kein Freund dieser Regel, nur sind in einem Wettkampf die gültigen Regeln anzuwenden. Zudem wurden alle Spieler vor Spielbeginn über diese Regel ausdrücklich „belehrt“. Ines konnte somit den schnellsten Sieg in der Schachgeschichte von Klosterlechfeld in der Schwabenliga I „einfahren“, nachdem die Eröffnungszüge vollzogen waren. Soweit zum „Vorlauf“, der uns mit zwei Punkten im Vorteil sah. Lorenz an Brett 6 spielte die Eröffnung ungenau und zugleich entstand eine ausgeglichene Stellung, bei der für das Schwerfigurenendspiel Loren den aktiven Springer hatte und Schwarz versuchte, den schwarzfeldrigen Läufer zu aktivieren. Bei Abtauschen eines Vorstoßbauerns übersah Schwarz aber eine kleine Kombination, die Lorenz eine Mehrfigur im Damenendspiel beließ. Diesen Materialvorteil verwertete Lorenz sicher zu einem Punktgewinn. Karsten an Brett 5 hatte in der Eröffnung einen Bauern verloren. Er tat daher alles dafür, das Spiel zu verkomplizieren. Im Ergebnis konnte er dadurch die Partie im entstehenden Handgemenge noch ins Remis retten. Gut im Kampf „’rausgeschwindelt“, Karsten. Bravo! Dieses Remis war fast ein gefühlter Sieg. Unser Käpt’n hatte an Brett 3 nicht so viel Glück. Nach einem schweren Schnitzer in der Eröffnung wurde er nach und nach in eine Verluststellung gebracht. Diese Partie ging verloren. Helmut an Brett 7 wies seinem Gegner nach, dass die Eröffnung von Weiß falsch behandelt worden war, in der mit Lf2 die weiße Stellungsstruktur kräftig durcheinanderwirbelte. Am Ende blieb Helmut mit zwei Figuren plus Turm plus offene Stellung von weiß klar im Vorteil und gewann souverän. An Brett 1 hätte Alexander eine Qualität gewinnen können, was zugleich zu einem unklaren Gegenspiel seines Gegners führt hätte. Angesichts der geringen verbleibenden Bedenkzeit wollte Alexander kein Risiko eingehen und wählte eine sichere Remisabwicklung. In gleicher Weise ging Hans an Brett 2 mit Weiß vor. Seine Stellung wirkte optisch überlegen, nur praktisch war an diesem Tag kein Gewinnplan im Mittelspiel in Sicht. Für einen Raumvorteil alleine gibt es nur angenehmes Spiel. Auch hier einigte man sich auf ein Remis. Alles in allem wurde Marktoberdorf in dieser ersten Runde heuer, bedingt durch die erwähnten Kampflos- bzw.- regeltechnischer-Verlustpartien, unter Wert geschlagen. Es wäre spannend gewesen, wenn die beiden anderen Bretter ebenso ausgespielt worden wären, da dann auch die Ausgangssituation für alle anderen Bretter eine andere gewesen wäre. Nur gilt für jeden Wettkampf, dass auch solche Punkte miteinzubeziehen sind.
| 1. Runde am 11.10.15 | | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SK Klosterlechfeld | DWZ | – | SK Marktoberdorf I | DWZ | 5½ – 2½ | ||
| 1 | 1 | King, Alexander | 2012 | – | 1 | Ruprecht, Martin | 2075 | ½ – ½ |
| 2 | 2 | Hornung, Hans, Dr. | 1985 | – | 2 | Stein, Marco | 2009 | ½ – ½ |
| 3 | 3 | Winterkamp, Stefan | 1967 | – | 4 | Brugger, Hans | 2020 | 0 – 1 |
| 4 | 4 | Kölbl, Jonathan | 1967 | – | 5 | Pensold, Heiko | 1886 | + – – |
| 5 | 5 | Birnbaum, Karsten | 1917 | – | 6 | Bacherler, Thomas, Dr. | 1989 | ½ – ½ |
| 6 | 6 | Heinrich, Lorenz | 1873 | – | 7 | Jankowski, Moritz | 1889 | 1 – 0 |
| 7 | 7 | Heinrich, Helmut | 1877 | – | 8 | Wagner, Roland | 1812 | 1 – 0 |
| 8 | 14 | Kölbl, Ines | 1693 | – | 14 | Fischer, Johann | 1736 | 1 – 0 |
| Schnitt: | 1911 | – | Schnitt: | 1927 | ||||
|
|
||||||||||
| Schachklub Klosterlechfeld e.V | ||||||||||
| Wertungsblitzturnier 2015 | ||||||||||
| Zwischenstand nach Wertungsturnier Juli | ||||||||||
| mit zwei Streichresultaten | ||||||||||
| 1. | Alexander King | 44 | – | 4 | (Wertungspunkte – Turniere) | |||||
| 2. | Stefan Winterkamp | 37 | – | 5 | ||||||
| 3. | Andrea Fischer | 28 | – | 3 | ||||||
| 4. | Manuel Jahn | 26 | – | 3 | ||||||
| 5. | Joshua Nebel | 22 | – | 5 | ||||||
| 6. | Karsten Birnbaum | 17 | – | 2 | ||||||
| 7. | Wolfgang Kölbl | 16 | – | 2 | ||||||
| 8. | David Nebel | 15 | – | 7 | ||||||
| 9. | Florian Kaspar | 11 | – | 2 | ||||||
| 10. | Manuel Milling | 9 | – | 1 | ||||||
| 11. | Christian Förster | 7 | – | 1 | ||||||
| 12. | Karl-Reiner Krämer | 4 | – | 1 | ||||||
eine Runde weiter
Stefan hatte eine „schlagkräftige“ Mannschaft in der ersten Runde im Bayerischen Mannschaftspokal zusammengetrommelt. Für uns ging es gegen Solln, wo unser Schachfreund Andreas Harting spielt.
Einen Favoriten hätte es nach den Wertungszahlen der Spieler für diesen Kampf nur dann, wenn Solln mit Bestbesetzung angetreten wäre. Solln hat ja aktuell das gleiche Schicksal wie Klosterlechfeld erfahren, indem man aus der Regionalliga abgestiegen ist.
Helden des Tages für Klosterlechfeld waren Jonathan und Wolfgang Kölbl, auch wenn ich mit diesem Einleitungssatz das Ergebnis vorwegnehme:
Wolfgang an Brett 2 gelang es, seinen Gegner unter Druck zu setzen, was letztlich zu einem schweren Fehler seines Gegners führte, als dieser kompensationslos einen Turm einstellte.
Jonathan am vierten Brett spielte trotz großer Sommerhitze „cool“, als er eine zunächst leicht nachteilige Stellung in ein für ihn günstiges Endspiel wandeln konnte, als sein Gegner an einem isolierten Bauern „kleben“ blieb. Hier zeigte sich die hervorragende Schachschule, die in der eigenen Jugendarbeit, insbesondere von Alexander und Christiane, gemacht wird, indem Jonathan das gewonnene Endspiel technisch sicher zum Sieg brachte; so etwas (=klare Endspielführung in Teiletappen) gelingt nur mit einer guten technischen Basis für Endspiele.
Mit diesen beiden Siegen war mehr im wahrsten Sinne des Wortes als die halbe Miete eingebracht.
Hans spielte am ersten Brett gewohnt eine solide Stellung, die optisch besser aussah und gleichzeitig den versteckten Makel hatte, wonach der optische Eindruck trügte; sein Gegner hatte jeweils entsprechende Ressourcen, um auf Dauer sogar die bessere Stellung zu haben. Hans hätte zwar die Partie mit einem raffinierten Zwischenzug für sich entscheiden können, nur war die Spielanlage im (tragischen) Ergebnis, „tragisch“ wegen dem übersehenen Zwischenzug, zu „wackelig“. Brett 1 ging verloren.
Helmut spielte ab Brett 3 gegen Andreas Harting eine sichere Partie, die stets in Remisbreite blieb. Man einigte sich diesselbige, nachdem Helmuts Gegner kein Mittel fand, einen Gewinnplan zu entwickeln.
Damit war der Mannschaftskampf knapp mit 2,5 zu 1,5 Brettpunkten gewonnen, nachdem uns die Waagschale der Caissa wohlgesonnen war.
Vor dem Schwäbischen Mannschaftspokalfinale trommelte Stefan eine gute Mannschaft zusammen, die Klosterlechfeld dort vertreten durften. Es war allen klar, dass man hier mit einem Erfolg sportlich die Saison doch noch „retten“ konnte.
Nach ca. zwei Stunden zeigte sich, dass auf allen vier Brettern „offene“ Kämpfen entstanden waren, auch wenn es teilweise geschlossene Stellungen waren. Es konnte noch nicht (voraus)gesagt werden, wo die Reise hingehen würde.
Lorenz an Brett hatte eine Holländische Partie angelegt und war mit der Stellung, wie sein früherer Landsberger Schachkamerad Schwabedahl, zufrieden; beide Stellungen hatten schwache Punkte, was sich die Waage hielt. Leider wählte Lorenz nach dem Öffnen der Stellungen den falschen Laufweg für den König: statt den König auf h8 zu verstecken, wollte Lorenz die „sicherere“ Lösung mit Kf7. Dabei hatte er übersehen, dass Weiß seinen König über den Damenflügel über die schwarzen Felder einfangen konnte. Statt dem „Fliegenden Holländer“ flog Lorenz die Holländische Bauernstruktur um die Ohren. 0:1
Zum Glück machte es Hans am Spitzenbrett besser: Hans hatte das bessere Endspiel angestrebt, da nach einem Abtausch der Schwerfiguren sein aktiver Läufer gegen den Springer leicht besser gewesen wäre, zumal es auf beiden Flügeln noch Bauern gab. Auch dessen Gegner wählte, wie vorhin Lorenz, statt diesem möglichen Endspiel eine „sicherere“ Abtauschlösung, was für Hans durch einen raffinierten Zwischenzug ein leicht gewonnenes Damenendspiel mit drei Freibauern auf dem Königsflügel brachte. Mit diesem wichtigen Sieg nach Berliner Wertung stand es zwischenzeitlich 1:1.
Stefan an Brett 2 stand während der ganzen Partie besser und aktiver. Nach dem Damentausch verflachte das Spiel jedoch nach und nach, da nicht zu erkennen war, wie er „nachsetzen“ hätte können, ohne umgekehrt seine Verteidigung zu vernachlässigen. Es gab ein gerechtes Unentschieden.
Damit war die Partie von Karsten an Brett 3 das Zünglein an der Waage. Karsten verlor zwischenzeitlich einen Bauern auf der b-Linie, so dass Schwarz einen gefährlichen Freibauern bekam. Karsten spielte nerverstark, indem er seinen Turm und Springer jeweils aktiv einsetzte. Dies führte dazu, dass er relativ einfach den Freibauern zurückeroberte. Die verbleibende Stellung mit jeweils Turm, Leichtfigur und drei Bauern war eine klare Remisstellung, da sich die Bauern allesamt auf dem Königsflügel befanden und Karsten zudem seine Bauern vorher noch prophylaktisch (oder heißt es profilaktisch) festigte. Egal. Remis!
Damit war das 2:2 eingebracht und dank der Berliner Wertung war es damit der Pokalsieg!
PS: Eine kleine Siegesfeier bei einem Saisonabschlussessen soll noch erfolgen.
Sieger: SK Klosterlechfeld
Finale
|
Brett |
Heimmannschaft |
DWZ |
− |
Gastmannschaft |
DWZ |
Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|
|
03.05.2015 |
SK Klosterlechfeld |
1952 |
− |
SG Kötz/Ichenhausen |
1924 |
2 : 2 |
|
1 |
Dr. Hans Hornung |
2027 |
− |
Domenico Giannino |
1986 |
1 : 0 |
|
2 |
Stefan Winterkamp |
1970 |
− |
Florian Bühler |
2026 |
½ : ½ |
|
3 |
Karsten Birnbaum |
1930 |
− |
Christoph Blösch |
1757 |
½ : ½ |
|
4 |
Lorenz Heinrich |
1881 |
− |
Frank Schwabedahl |
1928 |
0 : 1 |